Vor einiger Zeit wurde ich via Kommentar gefragt, ob ich bei der Erstellung einer Hotel-Schnitzeljagd behilfreich sein könnte. Der Bitte kam ich natürlich gerne nach und habe mir in den letzten Wochen meine Gedanken gemacht. In diesem Beitrag geht es also darum, wie ihr euren Hotel-Aufenthalt spielerisch aufwerten könnt und aufkommender Langeweile und Bewegungsdrang den Kampf ansagt. Mit ein wenig Arbeit kommen aber auch Erwachsene auf ihre Kosten.

Wie üblich bietet es sich an, kleinere Recherche- mit Sammelaufgaben zu kombinieren und die Liste mit zu machenden Fotos interaktiver zu gestalten. Mit ein wenig Hirnschmalz lässt sich diese Schnitzeljagd aber auch für Erwachsene umbasteln, wodurch sie sich für Teamevents von Firmen eignet.

So viel Zeit braucht ihr: 60 Minuten
Geeignet für: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Teamevent, Familienfest (-Urlaub)
Wo: Hotel, drinnen

So erstellt ihr eine Schnitzeljagd im Hotel

Wie immer habt ihr bei der Konzeption zwei Möglichkeiten: Einerseits eine simple Aufgabenliste, die vollständig ausgefüllt wieder beim Spielleiter abgegeben werden muss. Andererseits könnt ihr die Fragen und Antworten so gestalten, dass sich eine Schlussphrase oder ein Codewort ergibt. Wird die Schnitzeljagd erfolgreich beendet und das Codewort übermittelt, erhalten die Jäger einen Preis.

Teilt eure Teilnehmer am besten in kleinere Gruppen à 4-5 Personen auf. Bei großen Teamevents mit mehr als 50 Teilnehmern solltet ihr größere Gruppengrößen wählen, seid ihr als Familie unterwegs, reicht natürlich eine Gruppe.

Ein Hotel hat aufgrund der fremden Umgebung und Einrichtung natürlich einen großen Fundus an möglichen Aufgaben, sodass ihr wirklich aus dem Vollen schöpfen könnt. Beispielhaft habe ich mir 18 Aufgaben überlegt, die ihr nach Belieben (und Vorhandensein) in eure Schnitzeljagd einbauen könnt.

Aufgaben für eine Schnitzeljagd im Hotel

Kategorie “Recherche”

Wieviele Stockwerke hat das Hotelgebäude?

Wie heißt die Mitarbeiterin/ der Mitarbeiter am Empfang?

Wieviele verschiedene Snacks (mit Schokolade) gibt es im Süßigkeitenautomat in der Lobby?

Um wieviel Uhr müsst ihr aufstehen, wenn ihr als erster am Frühstücksbuffet sein wollt, aber 30 Minuten zum Aufstehen und Duschen braucht?

Wieviele Betten hat das Hotel?

Bis wann ist der Feuerlöscher in der 3. Etage gültig?

Wieviele Gästezimmer gibt es auf der 2. Etage?

Wurde das Hotel einmal umbenannt? Wie war der ursprüngliche Name?

Wieviele Kilometer liegen zwischen dem Hotel und dem nächstgelegenen Bahnhof?

Wieviele Treppenstufen liegen zwischen der 1. und 2. Etage?

Wie heißt die teuerste Zimmerkategorie?

Kategorie “Sammeln”

Finde eine Broschüre, ein Faltblatt oder einen Flyer über eine lokale Sehenswürdigkeit

Ergattere einen Bleistift

Erhalte eine Visitenkarte des Hotels

Finde ein Bitte-nicht-stören-Schild

Kategorie “Foto”

Mache ein Selfie von Dir in einem Sessel in der Lobby

Mache ein Bild von einem Feuerlöscher

Mache ein Foto von einer echten Pflanze

So könnt ihr die Zimmernummern integrieren

Die Nummern eurer Hotelzimmer sind ideal, um Teil der Schnitzeljagd zu werden. Diesen solltet ihr mindestens eine Zwischenstation widmen — wenn nicht gar die Zielstation. Wie ihr die Zahlen einbauen könnt? Ganz einfach!

Angenommen ihr habt die Zimmernummer 313 und wollt, dass eure Jäger schlussendlich zu diesem Zimmer zurückkehren sollen. Nehmt nun drei eurer zu verteilenden Aufgaben– oder Rätselzettel und ritzt mit einem stumpfen, nicht abfärbenden Gegenstand (z.B. Gabelgriff) die Ziffern 3, 1, 3 ein. Wählt als „Beschriftungsort“ am besten eine Ecke der Rückseite, da es dort am wenigsten auffällt.
Als letzte Aufgabe müsst ihr nun den Jägern mitteilen, dass sie die Rückseiten der Aufgabenzettel mit einem Bleistift (siehe Kategorie „Sammeln“) schraffieren müssen. Sie werden folglich die Zahlen 3,3,1 erblicken und sollten die Verbindung zum eigenen Zimmer herstellen. Handelt es sich um ein fremdes Zimmer oder wollt ihr die Gefahr eingrenzen, könnt ihr kleine Indexzahlen (31 12  33) oder die Zahlenabfolge anhand der Aufgabenabfolge andeuten.
Im angegebenen Hotelzimmer, hier das mit der Nummer 313, würde sich dann der nächste Hinweis verstecken oder der finale Schatz gehoben werden können.

Bei großen/mehreren Gruppen braucht man eventuell eine längere Schnitzeljagd mit alternativen Routen. Wer, wie beispielsweise bei einem Teamevent oder einer großen Familienfeier, mehrere Hotelzimmer gebucht hat, kann diese ebenfalls integrieren. Selbstverständlich müssen dann aber andere Varianten her, um an Zimmernummern zu kommen, denn schraffieren alleine wird langweilig.

Alternative Variante A: Die Zimmernummer kann auch in einem anderen Kontext vorkommen, der recherchiert werden muss. Zum Beispiel ist 313 das Autokennzeichen von Donald Duck.
Alternative Variante B: Sucht Prominente (oder Teilnehmer) mit passenden Geburtstagen heraus. Angus Young (AC/DC) hat beispielsweise am 31.3. Geburtstag.

Ideen für Rätsel mit Hotelbezug

Um eure Schnitzeljagd ein wenig aufzupeppen, könnt (und solltet) ihr die eine oder andere Rätselfrage einarbeiten. Ob diese in Reimform oder „normaler“ Sprache verfasst ist, bleibt euch und eurer Fähigkeit als Verseschmied überlassen. Im Beitrag über Rätsel gehe ich detaillierter auf diese Disziplin ein, möchte aber auch hier zwei Beispiele nennen:

Rätselfrage à la Was bin ich?

In mir kannst du sitzen oder stehen,
Schweigen, reden, kommen und gehen.
Von kühl bis heiß,
Von schwarz bis weiß —
Ich bin Dein Refugium
Treibt Dich noch der Durst herum.

Oder ein Codiertes Wort:

Was im Hotel ist hier durcheinandergepurzelt? Setze das Wort wieder zusammen und finde dort den nächsten Hinweis.
GUUFAZ

Kommt ihr drauf, wo sich die nächsten Hinweise verstecken?

Die Lösung gibt es wie immer auf Facebook und Twitter.

Wie ihr seht, könnt ihr im Handumdrehen eine kleine Schnitzeljagd erstellen, die eure Jäger quer durch das Hotel bringen wird. Super ist in jedem Fall eine Einbindung der Hotelzimmernummern, was ja auch einen gewissen Reiz der Location ausmacht.
Wenn ihr Fragen, Anregungen oder Erfahrungen zu diesem Thema gemacht habt, lasst es mich doch wissen. Ich freue mich über alle E-Mails, Kommentare oder Interaktionen in den sozialen Medien und verweise gerne auf den Newsletter, über den ihr einmal im Monat spambefreite Ideen zu Rätseln und Aufgaben bekommt.

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