Kooperationsspiele werden Spiele genannt, die ausschließlich im Team gespielt und gelöst werden. Sie benötigen Kooperation und soziale Interaktion aller Spielteilnehmer, um das Spielziel zu erreichen. Es gibt Kooperationsspiele für Kinder jedes Alters und Erwachsene.

Kooperationsspiele für erwachsene Menschen werden auch beruflich als Teambuilding Spiele eingesetzt, da Ziel des Spiels nicht das Siegen als Einzelperson, sondern das Erreichen eines Ziels im Team ist. Teams können selbstverständlich auch gegeneinander einen Wettbewerb bestreiten. Deswegen sind Kooperationsspiele beim Sport ebenfalls sehr präsent.

Warum sind Kooperationsspiele relevant und wichtig? Welches Problem lösen sie?

Kooperationsspiele gehören in den psychologischen sowie pädagogischen Bereich und bieten einen enormen Mehrwert zur Teamstärkung und Gemeinschaftsförderung. Im Spiel werden beispielsweise Hilfsbereitschaft und soziale Kompetenz vermittelt sowie mit Wiederholung unterschiedlicher Kooperationsspiele gefestigt. Weiterhin wird die Integration von Personen in der Gruppe gefördert, die im Alltag am Rand positioniert sind. Vor allem schwächere Teilnehmer finden hier den Vorteil, eine wichtige Stellung im Team einzunehmen und somit an Selbstbewusstsein zu gewinnen.

Da jeder Teilnehmer eine wichtige Aufgabe im Kooperationsspiel hat und allen gleichberechtigt mitarbeiten müssen, um das Ziel zu erreichen beziehungsweise das Spiel zu gewinnen, ist die soziale Festigung des Teams ein wesentlicher Grund für den Einsatz dieser Spielart. Vor allem im beruflichen Bereich wird mit Kooperationsspielen für Erwachsene auch das Vertrauen des Teams in alle Mitglieder gefördert und unterstützt.

Bei Kooperationsspielen in der Schule oder auch Kooperationsspielen im Kindergarten zielen diese Spiele auf ähnliche Effekte ab. Sie lehren somit nicht nur die soziale Kompetenz per se, sondern auch das grundlegende Prinzip, das mache Aufgabe nur gemeinsam und in Zusammenarbeit gelöst werden können. Kooperationsspiele vermitteln daher ein Gefühl der Freude, wenn im Team ein gemeinsames Ziel erreicht wird.

Kooperationsspiele der Erlebnispädagogik sind immens vielfältig und reichen von Brett- und Planspielen über Videospiele bis hin zu Bewegungsspielen und Friedensspielen. Sie bieten den Vorteil, für jede Altersgruppe, jede Art von Team und ebenso im Sport eingesetzt werden zu können, da sie trotz unterschiedlichem Aufbau die gleichen Ziele vermitteln.

Kooperationsspiele für Kindergarten & Kita

Kooperationsspiele für Kindergarten & Kindertagesstätten sind explizit für Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren generiert. Sie lehren das soziale Miteinander und vermitteln das Gefühl des Erfolgserlebnisses, wenn Aufgaben gemeinsam geschafft werden. Da Kinder dieses Alters nicht längere Zeit am Stück aufmerksam sein können, sind die Spiele abwechslungsreich und kurz gestaltet.

Jedes Kooperationsspiel der Erlebnispädagogik ist als spaßbringendes und aufregendes Spiel kreiert, um die Ziele des Spiels mit Kindern erfolgreich zu erreichen. Gerne werden Kooperationsspiele für den Kindergarten und die Kita daher mit Bewegung verbunden. Auch Kreisspiele können zu den Kooperationsspielen zählen. Oftmals sind dies Spiele im Freien, da die Kinder bei diesen viel Platz haben und sich zusätzlich austoben können.

Alter: Kindergartenkinder ab 4 Jahren
Dauer:
10-30 Minuten
Involvierte Personen: Alle

So geht das Spiel

Dieses Spiel wird auf einem glatten, nicht mit Teppichboden ausgelegten Boden gespielt. Jedes Kind erhält ein gut rutschendes Tuch, auf das es sich setzt. Die Kinder formieren sich in der Grätsche eng hintereinander und versuchen nun gemeinsam als „alle in einem Boot sitzend“ das festgelegte Ziel zu erreichen. Hierfür dürfen die Hände auf dem Boden als Ruder benutzt werden, um mithalten zu können. Kein Kind darf von seinem Bootsteam getrennt werden (ins Wasser fallen).

Alter: Alter: Mischung aus mehreren Altersstufen zwischen 3 und 6 Jahren
Dauer:
15-30 Minuten
Involvierte Personen: Alle

So geht das Spiel

Ein großes Tuch wird von den Kindern an allen Seiten gehalten. Ein Ball oder Luftballon kommt in die Mitte und das Tuch soll so gespannt werden, dass der Ball nicht runterfällt. Jedes Kind muss mit dem anderen zusammenarbeiten, damit das Tuch nicht zu straff oder schräg ist. Ältere Kinder können jüngeren Kindern dabei helfen, sich richtig zu positionieren und hoch oder straff genug zu halten.

Abwandlung: Um das Spiel schwieriger zu gestalten, kann ein straffes Sprungtuch verwendet werden, in dessen Mitte ein Loch ist. So darf der Ball nicht nur nicht seitlich, sondern auch nicht mittig zu Boden fallen.

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Kooperationsspiele an Grundschulen

In der Grundschule werden Kooperationsspiele mit Kindern vor allem zum Zweck der Festigung des Klassenverbands veranstaltet. Spielerisch wird bei Kooperationsspielen an Grundschulen ans Lernen herangeführt, aber eben auch an das soziale Miteinander in der Klasse selbst.

Alter: ab 6 Jahren
Dauer:
20-30 Minuten
Involvierte Personen: Alle

So geht das Spiel

Alle Grundschulkinder werden auf einem großen Teppich platziert. Der Teppich fliegt imaginär, daher darf kein Schüler vom Teppich treten. Dennoch muss der Teppich gewendet werden, was ausschließlich mit einer Strategie in kompletter Teamarbeit funktioniert.

Abwandlung: Erschwerte Bedingungen für derlei Kooperationsspiele an Grundschulen könnte das Verbot sein, sich bei der Strategiefindung verbal zu äußern.

Alter: 5 bis 10 Jahre
Dauer:
ca. 30 Minuten
Involvierte Personen: Alle

So geht das Spiel

Zweierteams werden gebildet und deren innere Beine miteinander verbunden. Das Team hat somit insgesamt drei Beine und muss gemeinsam einen aufgebauten Hindernis-Parcours überwinden (Matten, Hütchenslalom, Schwebebalken, Kasten etc.).

Abwandlung: Dieser Parcours funktioniert ebenfalls mit drei Schülern im Vierbein-Parcours.

Kooperationsspiele in der Schule und bei der Jugendarbeit in Jugendgruppen

In der Schule können Kooperationsspiele vor allem im Sportunterricht stattfinden, aber auch auf Klassenfahrten und im Schullandheim sind sie sehr beliebt. Die Klasse kann zu einer Einheit wachsen und die Schüler lernen, gemeinsam an Zielen zu arbeiten.

Auch hier gehören die Kooperationsspiele zur Erlebnispädagogik und können ebenso im sportlichen Umfeld umgesetzt werden. Aber ebenso eignen sich Planspiele gut in der Schule. Die Kinder und Jugendlichen werden darauf geschult, sich auch später mit anderen Menschen gemeinsam für ein Ziel einzusetzen respektive miteinander zu kooperieren. Deswegen eignen sich diese Spiele auch für die Jugendarbeit und diverse Jugendgruppen.

Alter: 6 bis 16 Jahre (mitunter auch früher)

So geht das Spiel

Es werden Zweierpaare gebildet, die sich hintereinander aufstellen. Der vordere Schüler ist der Roboter, hintenan steht die Person, die den Roboter führt (Programmierer). Die Roboter sind blind, daher müssen die Augen verbunden werden. Während der Spielzeit wird der Roboter vom Programmierer durch Berührung auf Schultern oder Rücken geführt, sodass er nicht an eine Wand läuft oder über Hindernisse stolpert. Die Berührungsführung kann vorher individuell besprochen werden (z. B. linke Schulter einmal = leicht nach links, rechte Schulter zweimal = scharf nach rechts etc.).

Abwandlung: Das Spiel ist für die Sporthalle konzipiert, kann aber auch bei schwierigem Gelände im Außenbereich eingesetzt werden. Wichtig ist hierbei, dass Du darauf achtest, dass keine gefährlichen Stellen im Wald oder Park sind (See, Gruben, Abhänge etc.).

Alter: 6 bis 16 Jahre

So geht das Spiel

Ein Hindernisparcours ist wesentlich für dieses Spiel. Bestenfalls funktioniert es daher in der Sporthalle oder auf dem Sportplatz mit Matten, kleinem Schwebebalken, Stangen oder Gerüsten sowie Kästen. Zweiergruppen werden gebildet. Einem Schüler werden die Augen verbunden und der andere Schüler gibt Anweisungen und Erklärungen, wie der blinde Schüler die jeweiligen Hindernisse und Hürden überwinden kann. Berührungen sollen nicht stattfinden, um die Schwierigkeit des Spiels herauszustellen und auch zu trainieren, wie wichtig klare Ansagen und Aussprachen sind.

Abwandlung: Die Anweisungen werden nicht verbal kommuniziert, sondern mit akustischen Signalen, die zuvor abgesprochen wurden (Klinge, Klatschen, Schnipsen etc.), was auch die Konzentration schult.

Kooperationsspiele für Erwachsene

Kooperative Spiele für Erwachsene können in verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen. Sie gehören ebenso zu den Teambuilding Spielen. Aber auch in Sportvereinen, Rehasport-Vereinen und anderen gemeinsamen Interessengruppen kommen kooperative Spiele für Erwachsene zum Einsatz. Natürlich sind sie zudem eine kreative, tiefgründigere Möglichkeit für Partyspiele zu Geburtstagen und Hochzeiten. Denn eines haben sie alle gemein: Sie machen auch richtig Spaß!

Alter: Jugendliche und junge Erwachsene

So geht das Spiel

Benötigt werden ein abgebrochener Bleistift, ein Bleistiftanspitzer und Notizzettel-Papier. Drei Gruppen werden gebildet, deren Ziel es ist, die meisten Papiere mit ihrem Namen beschrieben zu haben. Jede Gruppe erhält entweder den Blei, den Anspitzer oder das Papier (Alternativ kann für Bleistift und Anspitzer auch Kugelschreiber und Mine oder Füllfederhalter und Tintenpatrone verwendet werden).

Nun müssen Verhandlungen starten, wie die Gruppen durch Kooperation ihr Ziel erreichen und mit den meisten beschriebenen Papieren dann gewinnen. Das ist wahre Verhandlungssache, denn arbeiten die Gruppen gar nicht zusammen, erhält keiner auch nur einen Punkt. Sind sie jedoch zu altruistisch, könnten sie den anderen Teams einen zu großen Vorteil verschaffen.

Alter: junge und ältere Erwachsene

So geht das Spiel

Jedes Team erhält einen Ping-Pong-Ball und Bastelmaterialien, wie Luftballons, Zeitungspapier, Zahnstocher, Paketschnur, Klebestifte, Klebeband und ähnliches. Nun soll jedes Team ein UFO bauen, das den Tischtennisball später heil auf den Boden bringt, sobald das fertige UFO aus dem Fenster geworfen wird. Bei diesem Spiel geht es vor allem um gemeinsamen Einfallsreichtum und die Auseinandersetzung mit Ideen anderer.

Teambuilding Spiele

Es gibt einige äußerst beliebte und sehr bekannte Teambuilding Spiele (kennst Du schon meine Teamevent-Ideen?), die gerne für die Erwachsenenbildung und Teamstärkung im Beruf oder in der Ausbildung verwendet werden. Hierunter zählt nachfolgendes Spiel – und natürlich die gute alte Schnitzeljagd!

So geht das Spiel

Das Team steht im Kreis und eine Person mit verbundenen Augen in der Mitte. Die Arme dieser Person sind um den Oberkörper geschlungen und die Beine stehen fest zusammen. Nun lässt sich die Person langsam in den Kreis fallen und muss darauf vertrauen, dass das umstehende Team sie hält und vorsichtig in die nächste Richtung drückt. Die Person wirkt somit wie ein Pendel und lernt, darauf zu vertrauen, dass das Team da ist, damit ihr nichts passiert.

Abwandlung: Eine etwas mutigere Variante ist das als Stagediving bekannte Kooperationsspiel mit gleichem Ziel. Hierbei steigt jeweils ein Mitglied des Teams auf eine Erhöhung, die über den Köpfen des Teams liegt und lässt sich mit dem Rücken voraus auf die Hände des Teams fallen. Das Team fängt das Teammitglied auf und setzt es sanft auf den Boden ab. Dies geht auch mit verbundenen Augen.

Teambuild-Schnitzeljagd

Teilnehmer: Erwachsene, die miteinander arbeiten. Darauf zu achten ist, dass Arbeitscliquen nicht in einem Team sind und verschiedene Abteilungen gemischt werden.

Ablauf: Mindestens zwei Teams werden gebildet. Je nach Personenanzahl oder sogenannten Cliquen, können es auch mehr Teams sein. Jedes Team erhält eine Liste mit lustigen Aufgaben, die es gemeinsam in einer festgelegten Zeit (z. B. 1 Stunde) erledigen muss. Dies können beispielsweise Smartphonebilder sein, die mit Fremden, Tieren oder Objekten der Umgebung gemacht werden. Aber auch ein Video, das zu einem Thema aufgenommen wird, zu dem sich die Gruppenmitglieder gegenseitig interviewen. Möglich sind ebenfalls Teamaufgaben, die die Kenntnisse der unterschiedlichen Abteilungsmitglieder erfordern. Das Team, welches die Aufgaben vor Ablauf der Zeit als erstes erledigt oder für besonders kreative Lösungen Sonderpunkte erhält, gewinnt.

Erweiterung: Sonderpunkte könnten durch die anderen Teams beim Besprechen der Lösungen vergeben werden. Dabei müssen sie sich gemeinsam auf die Höhe der Sonderpunkte einigen, was die Gemeinschaft des Teams noch einmal mehr fördert, gleichzeitig aber auch die Anerkennung der Leistung anderer Teams hervorhebt.

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